Es blüht und duftet

Januar 30, 2010

Während deutsche Gärten im Moment schneebedeckt und kahl sein dürften, herrscht hier die Hochsaison des Blühens und Gedeihens. In den Vorgärten und Parks sind üppige Blumenbeete zu bewundern; Jasminblüten werden gepflückt und im Haus verteilt…ein wunderbarer Duft*. Zudem kann man jetzt Gemüse ernten: Zucchini, Auberginen, Salat. Sogar Bananen gedeihen hier! Wenn es ab April, Mai noch heißer wird, ist es damit vorbei. Im letzten Sommer wurden hier Rekordtemperaturen von bis zu 50 Grad Celsius gemessen…ich bin gespannt. Bis dahin genieße ich das tolle Wetter. Um die Mittagszeit erreicht es im Moment bis zu 30 Grad, aber am frühen Vormittag und ab dem späteren Nachmittag ist es draußen sehr angenehm. 

 *Duft. Dieses Wort hat hier scheinbar eine andere Dimension. Es scheint etwas ganz Essentielles zu sein. Einer der wichtigsten Düfte in Oman mag der des Weihrauches, auf arabisch lubaan, sein. Er wird gerne verwendet, um das Haus zu „räuchern“. Dazu werden einige Stücke Kohle zum Glühen gebracht ( soweit ich sehen konnte, sind hier alle Küchen mit einem praktikablen Gasherd ausgestattet, der dies gut ermöglicht) und dann in einem tönernen Gefäß mit etwas Weihrauch bedeckt, dessen Duft sich dann im ganzen Haus verteilt. Vor allem nach dem mittäglichen Kochen und vor der Ankunft von Gästen macht man das gerne. Statt des Weihrauches kann man auch andere Duftmischungen, buchuur genannt, verwenden. Übrigens räuchert man nicht nur das Haus, sondern auch die eigenen Kleider. Es gibt spezielle Gestelle aus Holz oder Metall, ähnlich dem Skelett eines Zeltes, unter denen man den Räuchertopf platziert und über die man sein Kleid, z.B. vor einer Hochzeit, hängt. Man kann den rauchenden Topf aber auch einfach in den eigenen Kleiderschrank stellen. Darüber hinaus verwendet man, wie mir scheint noch viel mehr als bei uns, unheimlich gerne Parfüms. Dabei kann man unterscheiden zwischen den leichten, westlichen Parfüms und arabischen Mischungen, die oftmals schwerer sind und intensiver. Eine kleine Menge ist vollkommen ausreichend und entfaltet einige Zeit nach dem Auftragen einen Duft, der einen lange begleitet.

Hier ist solch rauchendes Werk neben koestlichen Sambosas zu sehen.

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