Bismilla…

März 18, 2010

... im Namen Gottes des Barmherzigen, des Allerbarmers....

…so beginnt hier jeder Tag, jede Autofahrt, jede Mahlzeit, jede Reise, jedes Kuchenbacken und alles andere auch. Der Islam scheint eine den Alltag vollkommen umfassende und prägende Religion zu sein. Das zeigt sich nicht nur in der Tagesplanung abhängig von den fünf Gebeten, sondern ist vor allem auch im Sprachgebrauch unüberhörbar. „Gott sei Dank“ nicht nur nach einer Mahlzeit oder als konkreter Dank für etwas Gelungenes oder Erhaltenes, sondern auch als Antwort auf die Frage nach dem Befinden. „Kommst du morgen vorbei?“, „Kannst du mir nachher den Koffer raustragen?“; „Fahren wir heute Nachmittag einkaufen?“……“So Gott will“  ist fast immer die Antwort (das beinhaltet natürlich auch irgendwie, dass man keine direkte Zu- oder Absage machen muss…das ist manchmal ganz angenehm). Hört man etwas ungewöhnliches, sieht einen schönen Sonnenuntergang, erzählt etwas wunderbares….so findet sich fast unvermeidlich etwas wie „Gott sei gepriesen“. Darüber hinaus sagt man zu einer erfolgreichen Köchin „deine Hände sind gesegnet“ und als Replik auf einen überbrachten Gruss „Gott segne sie oder ihn“. Und es gibt noch viele weitere Ausdrücke dieser Art. Glaube ist eine öffentliche, durch Sprache, Kleidung und Verhalten ausgedrückte Angelegenheit, also hörbar und auch sichtbar – nicht nur in der Kleidung, sondern auch in Koranzitaten auf Gemälden oder über der Haustür und (wie auf dem Foto sichtbar) zu Beginn eines jeden Buches.

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